Donnerstag, 29. April 2010

von Kusadasi nach Selimiye

Am 17. April sind wir schließlich nach Samos-Pythagoreion ausgelaufen, nicht ohne uns von Rolf und Esther von der SY Thessy herzlichst verabschiedet zu haben. In der Straße von Samos herrschte natürlich wieder der falsche Wind vor und wir mußten teils bei stärkerem Wind gegenan motoren. Das erste Anlegemanöver vor Buganker mit Heckleinen klappte doch noch einwandfrei und wir erledigten die Einklarierungsformalitäten. Polizei, Zoll und Küstenwache waren abzulaufen und viel Papier wurde am Ende für gut 60,- EURO ausgefertigt. Wir besichtigen noch die Burganlage, die zumindest teilweise restauriert wurde.



Weiter ging es nach Patmos, wo wir wieder wie im Jahr zuvor am Schwimmsteg gegenüber der Hauptmole komfortabel festmachen konnten. Da der Wind zunächst aus der falschen Richtung angesagt war, blieben wir 3 Tage und unternahmen weite Spaziergänge im dämpfigen Südwind.




Nächste Station war dann Leros, wo wir insbesondere Wein, Bier und Tabak für den Türkeiaufenthalt bunkern wollten, was beinahe noch kostenlos geklappt hätte. Bei der Anlieferung der Bestellung vergaß der Junge in der Eile vor vermutlich einem Fußballspiel die Rechnung zu kassieren und so mußten wir am anderen Tag noch mal hin zum zahlen - wir sind einfach zu ehrlich.

Der folgende Trip über rund 40 sm konnte nun erstmals voll durchgesegelt werden. Allerdings blies der achterliche Wind aus Nord mit etwa 15 Knoten recht kalt ins Cockpit und der Seegang lief irgendwie auch etwas durcheinander, so dass der richtige Genuß ein bißchen ausblieb .Erst nach Umrunden der Westspitze von Kos wurde die Welle angenehmer und die Fahrt schneller. In Nisiross angekommen, blies dann der Wind im Hafen Pali mit 25 Knoten und das Anlegemanöver vor Buganker war nicht so ganz einfach, hat aber letztlich geklappt und wir lagen sicher fest. Eigentlich wollten wir auf der gemütlichen Insel ein paar Tage bleiben, aber ein ebenfalls im Hafen liegendes Arbeitsschiff verbreitete schon am Morgen einen derartigen Krach, dass wir uns entschlossen, das Weite zu suchen und so erreichten wir nach weiteren 40 sm mit Motor und die letzten zwei Stunden mit dem leichten Blistersegel  die Dirsek-Bucht im Hisarönu-Golf, wo das Restaurant gerade aufgemacht wurde. Wir bekamen eine sehr leckere Hühnchen-Kasserolle und blieben noch einen Tag. Das erste Bad wurde dieses Jahr bereits am 24. April genommen - noch ganz schön frisch das Wasser, aber wenn man mal drin ist, geht´s schon.

Nächste nur 5 sm entfernte Station war dann Conny und Othi´s Bucht, wo wir vor Anker gingen und uns auf einen ersten Ratsch trafen.

Wir verlegten uns ums Eck an den Gemeindesteg von Selimiye, wo wir von Andrea begrüßt und von Goldzahn-Osman an eine Mooring gewiesen wurden. Wir genießen normales Gemeindestegleben, Markt, Berber, Schwatz hier und da und so weiter.

Vinzenc besucht uns, um Bubble-Breaker zu spielen.

  Der Pelikan von der Marti-Marina hat sich nunmehr auch nach Selimiye verlegt.


Eine Wanderung mit Conny und Othi über den Berg nach Bozburun, ca. 2 h, begleitet von 2 Dorfhunden, war wieder ein schönes Erlebnis, die Anstrengungen konnten in Bozburun mit Hilfe von 2 Efes überwunden werden.

Sonntag, 11. April 2010

Marinaleben in Kusadasi

Schön langsam naht die Zeit zum Aufbruch, wir haben den Platz in der Marina noch bis zum 18. April und wollen dann über die griechischen Inseln u.a. Leros wieder nach Selimiye gehen.

Die Zeit in der Marina haben wir seither mit gelegentlichen Arbeiten am Boot, viel Lesen, Spazierengehen usw. ganz angenehm verbracht. Das Wetter war bisher überwiegend schön, aber hoch für unsere Begriffe frühsommerlich kühl, also nur ausnahmsweise T-shirt-Wetter.

Gerade haben wir uns für 3 Tage ein Auto gemietet und sind in der Gegend rumgefahren, um alte Steine anzuschauen. So waren wir in Priene





Athena-Tempel





                                                           im Theater











Theaterbühne









Weiter ging es nach Milet mit einem byzantinischen Kastell auf dem Theater.


Am Bafasee waren ganze Storchenkolonien unterwegs, hier ein Storchennest auf einem unbewohnten Haus.










In Didyma sehen wir die mächtigen Säulen des Apollo-Tempels, bedeutungsvollstes Orakel nach Delphi, war nach 600 Jahren Bauzeit immer noch nicht fertig.



Am darauf folgenden Tag fahren wir nach Birgi, einem kleinen Ort am Fuße der Berge. Hier findet man schön restaurierte osmanische Steinhäuser und ein gut erhaltenes Herrenhaus.












Maxi am Eingang zu den Ruinen einer alten Derwischschule in Birgi








Weitere Stationen waren noch Tiri mit einer Wanderung auf den Kaplan sowie Sirince bei Selcuk.


 
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