Freitag, 16. Juli 2010

Ins Ionische Meer

Auf unserem Weg nach Grado haben wir vor einer Woche Methoni am ersten Finger des Pelepones erreicht. Von Siphnos aus ging es mit passenden Wind und passender Welle morgens los und die ersten 30 sm konnten wir super mit 7 - 8 Knoten segeln. Hinter Milos hat dann aber jemand den Wind abgestellt und so motorten wir am Ende von den 32 Stunden für die 160 sm 24. Hier in Methoni liegen wir vor Anker, haben Internetanschluß an Bord und ich konnte dadurch einen Halbjahresreport für einen Kunden bequem erstellen.

                                     Kulisse von Methoni vor der Festung - Blick au dem Cockpit

Aber der Reihe nach. Nachdem unsere 90 Tage Aufenthaltsdauer in der Türkei abgelaufen waren, haben wir in Bozburn ausklariert und sind rüber nach Symi, wo ich meine schöne W-Lan im Meer versenkt habe. Von Symi ging es dann nach Nyssiros, wo wir uns ein paar Tage im Hafen aufhielten und mit dem Moped nochmal über die Insel sind.

                                                                      Nyssiros




Auf unserem Weg nach Leros sind wir dann am Westkap von Kos ein paar Tage wegen starkem Wind hängen geblieben und mussten noch einen Zwischenstop auf Kalymnos einlegen.

In Leros haben wir nochmal kräftig gebunkert, aber leider keine 3 kg-Gasflasche kaufen können, was uns bis heute nicht gelungen ist. Und selbst das Auffüllen bzw. Tauschen der mittlerweile leeren türkischen Flasche scheint auch nicht so einfach zu sein. Jetzt kochen wir mit Spiritus bzw. Gaskartuschen - geht auch, aber nicht so bequem.



Als nächstes ging es nochmals nach Patmos, wo wir die erste Nacht im Hafen unruhig an der Mole lagen, weil der Schwimmsteg belegt war, dafür konnten wir aber den Dieseltank nochmal auffüllen. In Patmos haben wir dann wieder wegen ungünstiger Winde in den Buchten geankert. Beim ersten Versuch die Insel zu verlassen, sind wir gleich wieder umgekehrt, der Seegang war einfach noch zu ungemütlich für Oma/Opasegeln.




Auf dem Weg nach Paros haben wir einen netten Stopp auf Donousai gemacht, wo es im einzigen Restaurant wunderbare gekochte Ziege gab.



Die Nordbucht von Paros erreichten wir gerade noch mit einem sich ankündigenden Motorproblem, konnten vor einer kleinen Werft ankern und anderntags die Telefonnummer von einem Mechaniker in Erfahrung bringen. Nach einigen Telefonaten kam Georgi auf einem Motorrad, ein zwei Zentner Mann. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, wir zwei in unserem Mini-Dinghi zum Boot übersetzend. Jedenfalls lief nach drei Tagen und dem Austausch von einigen Filtern der Motor wieder.
                                                                                   Ankerplatz Donousai

An sich war es in der Bucht recht schön und wir lagen gut und sicher im Bereich eines Art Naturschutzparks mit nett angelegten Wegen durch die Klippen. Ein Taxiboot fährt alle halbe Stunde in den Hauptort.



Unsere nächste Station war dann wie Eingangs erwähnt Siphnos.









Ankerplatz Paros

Als wir uns schließlich aufmachten, um nach Pylos zum Tanken und Wasserbunkern zu fahren, starb der Motor auf halbem Weg bei rauher See und Gegenwind wieder ab und wir mußten Segel setzen. Wir entschließen uns in die nächst gelegene Marina nach Kalamata zu segeln, das kanpp 40 sm entfernt liegt uns aber zurückwirft. Wir erreichen Kalamata am späten Abend nach einem sehr durchwachsenem Törn, teilweise segeln wir sehr schön mit 7-8 kn, dann stehen wir mit schlagenden Segeln in der Welle und der Wind dreht dauernd um 360 Grad bei brütender Hitze.

Es gelingt mir den Motor wieder in Gang zu setzen und zu nutzen, wenn der Diesel direkt aus dem Reservekanister gezogen wird und so können wir die letzten windlosen 3 sm unter Motor mit den letzten Tropfen problemlos in der Marina festmachen. Den ersten Tag warten wir auf den Mechaniker, am nächsten wird der Tank leergepumpt und in der Tat ist jede Menge Dreck drin. Hoffen, daß das Problem damit endgültig behoben ist, wenn der Mechaniker morgen das System wieder in Gang setzt.

 
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